Fünf Fragen und Antworten zum „Tag des Hörens“

Rund um die Uhr zuhören – das ist etwas, was kaum jemand schafft. Bis auf unsere Ohren, die im Alltag oft unterschätzt werden. Nicht umsonst hat die Weltgesundheitsorganisation den „Tag des Hörens“ am 3.3. ausgerufen, um Menschen in aller Welt stärker für das Thema zu sensibilisieren – fünf Fragen und Antworten rund um die richtige Hörvorsorge.

„Was hast du gesagt?“ Eine Frage, die im Alltag immer wieder zu hören ist. In Österreich ist Schätzungen zufolge rund jeder Fünfte von einer Hörminderung betroffen. Wer schlecht hört, nimmt seine Umgebung aber nicht nur leiser wahr. Vielmehr fällt es Betroffenen schwer, Gesprochenes zu verstehen. Umso wichtiger ist es, auf seine Ohren zu hören und rechtzeitig vorzusorgen. Fünf Fragen, fünf Antworten:

1. Warum ist ein gutes Gehör so wichtig?

Unser Gehör ist 24 Stunden am Tag im Einsatz und damit eines der wichtigsten Sinnesorgane. Das wird im Alltag allerdings oft unterschätzt. Unsere Ohren sind der Schlüssel zu gelungener Kommunikation. Denn wenn das Gehör leidet, leidet auch das Zwischenmenschliche darunter. Die Folge: Menschen mit Hörminderung ziehen sich zunehmend zurück. Aktuelle Studien zeigen, dass es auch einen Zusammenhang zwischen einer Hörminderung und kognitiven Fähigkeiten gibt. So wirken sich Hörgeräte etwa positiv auf die geistige Fitness aus.

2. Wie erkennt man, dass man nicht mehr so gut hört wie früher?

Hörminderungen treten nur selten schlagartig auf, meist schleichen sie sich ein. Das merkt man zum Beispiel daran, wenn der Fernseher immer lauter gedreht wird oder man sich in Gesprächen schwerer tut. Das heißt: Die Sprache wird undeutlich und klingt verschwommen. Bestimmte Laute und Tonfrequenzen können nicht mehr richtig wahrgenommen werden. Ein Mensch mit Hörminderung kann deshalb etwa nicht mehr zwischen „Bretter“ und „Blätter“ unterscheiden, muss häufig nachfragen, sich in Gesprächen stärker konzentrieren und sich oft Zusammenhänge dazu denken.

  • Höre ich noch gut? Ein Hörtest bei einem HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker gibt Klarheit.
  • Alltagslärm wird zunehmend zum Problem - umso wichtiger ist es, die Ohren zwischendurch zu schonen.
  • Hörgeräte von heute sind nicht nur besonders klein, sondern funktionieren neuerdings auch akkubetrieben

3. Was sollte man tun, wenn das eigene Gehör nachlässt?

Der erste Schritt zu besserem Hören ist ein professioneller Hörtest bei einem HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker. Mit genauen Messungen können selbst kleinste Veränderungen im Hörvermögen frühzeitig erkannt werden. Altersbedingte Hörminderungen können bereits ab dem 40. Lebensjahr auftreten. Je früher man handelt, desto besser ist es. Denn das Gehirn verlernt das Hören zunehmend. Umso wichtiger ist es, eine Hörminderung rechtzeitig  mit den richtigen Hörgeräten zu versorgen.

4. Was können Hörgeräte von heute?

Leider dauert es im Durchschnitt bis zu zehn Jahre, bis sich Betroffene nach HNO-ärztlicher Diagnose mit Hörgeräten versorgen lassen. Die Scham ist oft groß, aber unbegründet. Denn Hörgeräte von heute, die genauestens auf die Bedürfnisse des Betroffenen angepasst werden, sind mit der einstigen „Banane“ hinter dem Ohr nicht mehr zu vergleichen. Hörgeräte sind nicht nur immer kleiner und unauffälliger, sondern vor allem leistungsstärker geworden. Außerdem lassen sie sich immer einfacher bedienen. Die meisten Hörgeräte stellen sich vollautomatisch auf die jeweilige Umgebung ein und lassen sich via Bluetooth auch mit dem Fernseher oder Smartphone verbinden, was zum Beispiel ideal zum Telefonieren ist. Bei der neuesten Hörgeräte-Generation ist dank eines Akkus auch kein Batteriewechsel mehr erforderlich, was den Tragekomfort weiter erhöht.

5. Was kann man präventiv tun?

Lärm ist allgegenwärtig und wird zunehmend zum Problem – im Beruf, aber vor allem auch in der Freizeit. Neben einem regelmäßigen Hörtest ist es ratsam, sein Gehör im Alltag bestmöglich zu schützen. So sollte man seinen Ohren tagsüber regelmäßige Ruhepausen gönnen. Präventiv hilft insbesondere ein Gehörschutz, der am besten individuell angepasst wird und den es beim Hörakustiker für verschiedenste Lebensbereiche gibt. Das reicht vom Konzertbesuch über das Arbeiten im Großraumbüro bis zur Jagd.