Mit der richtigen Musik sicher ans Ziel

Die richtige Musikwahl bei der Autofahrt in den Urlaub ist essenziell, um nicht mit einem schlechten Gefühl in die Ferien zu starten. Welche Musik eignet sich besonders zum Autofahren und was gilt es zu beachten? Hören.at ist der Sache auf den Grund gegangen.

Endlich ist die Urlaubszeit gekommen, die Koffer sind gepackt und man ist bereit, für die verdiente Auszeit eine mehrstündige Fahrt auf sich zu nehmen. Um etwaigen Streits zwischen den Mitfahrenden vorzubeugen, könnte man bereits vor dem Losfahren eine Musik auswählen, die für alle angenehm ist. Denn: „Streit im Auto führt zur Unaufmerksamkeit des Fahrers und kann sehr gefährlich werden“, weiß Ing. Günther Frühwirth, Leiter eines Fahrsicherheitszentrums des Automobilclubs ARBÖ. „Der Fahrer sollte so wenigen Ablenkungen wie möglich ausgesetzt werden, damit seine Reaktionszeit nicht beeinträchtigt und das Unfallrisiko minimiert wird.“

Lieber beruhigend oder beanspruchend?

Viele Menschen lassen es sich nicht nehmen, ihre Lieblingsmusik im Auto mit dabei zu haben. Vom emotionalen Liebeslied über den aktuellen Ohrwurm der Charts bis zum Rock-’n’-Roll-Klassiker, die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Doch gibt es so etwas wie das richtige oder falsche Genre beim Autofahren?

„Jeder Mensch ist hier individuell anders und was bei einem beruhigend wirken kann, führt bei einem anderen zu Stress. Aber wenn man sich müde fühlt, sollte man zeitgerecht Pausen machen, sich frisch halten und das Weiterfahren nicht erzwingen“, sagt Frühwirth, „viele Autofahrer verzichten heutzutage aber auch auf die Musik, wenn sie stattdessen ein gepflegtes Gespräch mit den Beifahrern führen können. Sie bleiben dadurch konzentriert.“

  • Was bei dem einen beruhigend wirken kann, führt bei dem anderen zu Stress.
  • Es ist wichtig, umfassend darauf Rücksicht zu nehmen, wenn Kinder mit an Board sind.
  • Zu viel Lärm führt zu Unachtsamkeiten und kann im Straßenverkehr gefährlich werden.

Kinder an Bord?

Wenn man mit Kindern im Auto verreist und diese während einer längeren Fahrt ungeduldig werden, kann man ihnen neben Geschicklichkeits- und kreativen Spielen auch anbieten, ein Hörbuch oder Musik mittels Kopfhörer zu hören. Zu spannend und mitreißend sollten die Lieder dann aber auch nicht sein, denn dadurch werden die Kinder meist noch aufgeregter und es steigert sich ihr Drang nach Bewegung.

Außerdem ist es sehr wichtig, eine angemessene Lautstärke zu wählen, die Gefahr ist sonst groß, das Gehör des Kindes nachhaltig zu schädigen: Bei längerer Einwirkung von Lärm auf das Gehör von Kindern kann bereits ab einer Lautstärke von 80 Dezibel ein bleibender Schaden entstehen.

Die passende Lautstärke ist genauso wichtig wie die Musikauswahl

Vor allem VerkehrsteilnehmerInnen, die während des Autofahrens zu laut Musik hören, sind abgelenkt, unaufmerksam und können herannahende Einsatzfahrzeuge, Züge und Straßenbahnen nicht mehr hören. Wenn es auf diese Weise zu einem Unfall kommt, kann man in manchen Fällen sogar in Mithaftung genommen werden. „Zusätzlich dazu“, meint der Experte des ARBÖ, „ist die Lärmbelastung im kleinen Auto entsprechend hoch, wenn man die Anlage voll aufgedreht hat“.

Egal ob Heavy Metal, Pop oder Klassik, es muss nicht extrem laut sein, um gut zu klingen. Neben der Gehörfunktion fungiert das Ohr ja auch als Orientierungshilfe und ist vor allem im Straßenverkehr enorm wichtig. Wenn man das Gefühl hat, dass sich die eigene Hörwahrnehmung verändert hat, empfiehlt sich eine kurzer Besuch beim HNO-Arzt.