Sounds like . . . Festivalsummer

Der Sommer steht bevor und damit auch die Festivalsaison. Wie man die Ohren vor zu lauter Musik schützen kann und welche Vorteile angepasster Gehörschutz hat.

Sommer, Sonne, Musik und Festivals – gerade in der warmen Jahreszeit sind Konzertbesuche und Musikfestivals besonders beliebt. Wer in Wien und Umgebung wohnt, kann sich auf städtische Highlights wie das Donauinselfest oder das Popfest am Karlsplatz freuen. Aber auch außerhalb der Hauptstadt gibt es ein großes Angebot: Neben den bekannten Festivals wie Frequency, Nova Rock und Nuke lohnt sich aber auch ein Besuch auf den kleinen feinen Festivals wie dem Jazzfestival Saalfelden.

Leise ist es auf Festivals selten – und soll es auch nicht sein. Wer direkt vor der Bühne und damit auch vor den Lautsprechern tanzen will, wird feststellen, dass Musik nicht nur motiviert, sondern auch glücklich macht. Dennoch kann sie auf Dauer für die Ohren auch eine Belastung sein kann. Die Folgen machen sich dabei oft erst am nächsten Tag bemerkbar. Diese Erfahrung machte auch Bernhard Hammer, Mitglied der österreichischen Band „Elektro Guzzi“, die seit Jahren durch die ganze Welt tourt: „Nach manchen Shows habe ich mir schon gedacht, dass es gut gewesen wäre, wenn ich einen Gehörschutz getragen hätte. Vor allem, wenn dann das Rauschen am nächsten Tag auch noch ziemlich laut im Ohr tönt.“

Bis zu 100 Dezibel

Bei Musikveranstaltungen in Österreich gilt grundsätzlich ein Grenzwert von 93 Dezibel, bei bestimmten Veranstaltungen wie Pop- und Rockkonzerten können unter bestimmten Bedingungen höhere Dauerschallpegel von bis zu 100 Dezibel erreicht werden. Für die Ohren ist das eine Belastung, der neben den Besuchern auch die Musiker ständig ausgesetzt sind.

Dass Gehörschutz wichtig ist, hat sich mittlerweile auch in der Musikszene herumgesprochen, so Hammer von „Elektro Guzzi“: „Gehörschutz ist ein großes Thema bei vielen Kollegen von uns. Wir kennen auch einige, die schon Probleme mit ihrem Gehör hatten.“

Probleme hatte auch der Wiener DJ und Produzent MOTSA, der am diesjährigen Donauinselfest spielen wird – mittlerweile hat er reagiert: „Einmal hatte ich nach einem Gig einen Tinnitus und konnte im linken Ohr für einen Tag nicht mehr richtig hören. Seitdem bin ich noch vorsichtiger. Mir ist früh bewusst geworden, dass ich meine Ohren, also mein Kapital, schützen muss.“

  • "Mir ist früh bewusst geworden, dass ich meine Ohren, also mein Kapital, schützen muss" – DJ und Produzent MOTSA, Bild: Jack Davison
  • „Ein angepasster Gehörschutz senkt die Lautstärke auf allen Frequenzbereichen mehr oder weniger gleichmäßig ab", sagt Bernhard Hammer von "Elektro Guzzi".
  • Mit ins Festivalgepäck gehört Gehörschutz – um die Ohren bei den Konzerten zu schützen und um nachts ein paar Stunden ungestörten Schlaf zu bekommen.

Jedes Ohr ist anders

Eine Möglichkeit, die Ohren zu schützen, ohne Einbußen bei der Wahrnehmung des Sounds in Kauf nehmen zu müssen, bieten beispielsweise die Hearing Protection Devices von EARWEAR, die es in verschiedenen Farben und Designs gibt. Da kein Ohr dem anderen gleicht, wird der Gehörschutz individuell angepasst und angefertigt. Dazu wird zunächst von einem Hörakustiker ein Ohrabdruck genommen. Dann wird der Gehörschutz mit High-Tech-3D-Druckern maßgefertigt und händisch nachbearbeitet.

Je nach Art der gewünschten Frequenzdämpfung lassen sich auch die Filter wechseln, zusätzlich gibt es unterschiedliche Modelle für bestimmte Bedürfnisse. Während tagsüber am Konzert beispielsweise oft nur eine leichte Dämpfung gewünscht ist, freut man sich gerade bei mehrtägigen Festivals über stärkere Dämpfung, die selbst bei Großveranstaltungen die meist ohnehin kurzen Nächte zumindest ruhig und erholsam macht. Mehr Infos bekommt ihr unter: www.earwear.me

Lust auf den Festivalsommer bekommen?

Hier eine kleine Auswahl an Festivals in Österreich, die einen Besuch wert sind:

Donauinselfest Wien

  1. bis 26. Juni

Das Donauinselfest ist das größte regelmäßig stattfindende Freiluft-Musikfestival weltweit. Der Eintritt ist frei und auf den vielen verschiedenen Bühnen, die unterschiedliche Genres abdecken, ist fast für jeden Besucher etwas dabei.

Popfest Wien

  1. Juli bis 31. Juli

Das Gratisfestival am Wiener Karlsplatz hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum Publikumsliebling entwickelt. Die Karlskirche bietet eine traumhafte Kulisse, die Konzerte im Kuppelsaal der TU Wien sind ebenfalls eine Besonderheit und das Programm ist meist sehr vielfältig.

Frequency Festival St. Pölten

  1. August bis 20. August

Im und rund um das Veranstaltungszentrum in St. Pölten findet jährlich das FM4 Frequency Festival statt. Von Indie über Alternative bis hin zu elektronischer Musik findet man hier eine große Bandbreite. Die Highlights in diesem Jahr: Massive Attack, Sportfreunde Stiller, Paul Kalkbrenner, Deichkind, Die Antwoord und Parov Stelar.