Winterklängen auf der Spur

Mit der kalten Jahreszeit geht nicht nur ein Temperaturabfall einher, sondern es liegt auch eine ganz gewisse, kaum greifbare Stimmung in der Luft. Hören.at hat sich auf die Suche nach dem Ursprung dieser idyllischen Winterstimmung gemacht und fünf Geräuschquellen entdeckt, denen man ausschließlich im Winter lauschen kann.

Das Fallen des ersten Schnees

Auch wenn der Winter in Österreich offiziell mit dem 21. Dezember beginnt, fühlen sich viele Menschen erst in winterliche Stimmung versetzt, wenn der erste Schnee gefallen ist – und das passiert gefühltermaßen von Jahr zu Jahr später. Insbesondere für Kinder ist der erste Schneefall gleichbedeutend mit einem Riesenspaß in der Natur: Schneemann bauen, Schneeballschlachten oder Rodeln stehen dann auf den Programm und die etwas älteren Österreicher nutzen die idyllische Stimmung gerne für romantische Winterspaziergänge. So fühlen sich die meisten Menschen automatisch wohl und geborgen, wenn der erste Schnee leise rieselt.

Das Heulen des Windes im blätterlosen Wald

Wenn der sonst so blätterreiche Wald im Winter sein Kleid abgeschüttelt hat und der Wind leise durch die nackten Äste und Zweige braust, weiß man, dass es so schnell nicht wieder warm wird. Das ist dennoch kein Grund zur Sorge, denn dick eingepackt in Mantel, Schal, Haube und Handschuhe lässt sich das Heulen des Windes richtiggehend genießen.

Das Knistern des Feuers im Kamin

Wenn einem die Kälte draußen doch zu rau wird, bietet es sich im Winter an, es sich vor dem Kamin, eingehüllt in eine Decke, so richtig gemütlich zu machen. Ob alleine mit einem guten Buch, zu zweit oder mit der ganzen Familie: Das Kaminfeuer wärmt nicht nur, sondern sorgt mit seinem gleichförmigen Knistern dafür, dass man alle Sorgen vergisst. Die Seele baumeln lassen und dabei dem Prasseln des Kaminfeuers zu lauschen, das ist eben nur im Winter möglich.

Das Springen des Steins auf Eis

Damit österreichische Seen oder Flüsse zufrieren, müssen die Temperaturen im Winter ganz schön tief sinken und auch über einen längeren Zeitraum tief bleiben. Wenn die Eisdecke noch nicht stabil genug ist, um darauf eiszulaufen, dann lässt sich ein kühler Wintertag wunderbar damit verbringen, kleine flache Steinchen auf dem Eis springen zu lassen. Das knackende Geräusch, das dabei entsteht, assoziiert man automatisch mit der kalten Jahreszeit.

Das Stapfen durch den Schnee

Wenn der Schnee bereits zentimeterdick auf unseren Straßen, Wegen und in unseren Gärten liegt und wir zu Fuß unterwegs sind, dann haben wir vor allem ein Geräusch im Kopf – und zwar jenes, das beim Stapfen durch den Schnee entsteht. Das knirschende Geräusch lässt uns die Winterwunderlandschaft erst so richtig genießen und auch unsere tierischen Freunde tollen gerne im Schnee herum.

Das Gleiten auf der frisch präparierten Piste

Für sportbegeisterte Menschen bedeutet Winter vor allem eines: ab auf die Piste. Ob Langlaufen, Schifahren oder Snowboarden – wenn man zum ersten Mal in der Saison frühmorgens, wenn alle anderen Wintersportler noch beim Frühstück sitzen, über die frisch präparierte Piste gleitet und sich dabei der Schnee geräuschvoll unter den Schiern oder dem Board zusammendrückt, wallt das Adrenalin in einem auf und man kann es gar nicht erwarten, die Berge hinab zu sausen.

Das Pfeifen des Teekessels

Um sich nach einem ausgiebigen Winterspaziergang oder einem Tag auf der Piste wieder gebührend aufzuwärmen, eignet sich heißer Tee aller Art ausgezeichnet: Früchtetee, Kräutertee, Schwarz- oder Grüntee sorgt dafür, dass der Körper wieder in Schwung kommt und gestärkt wird. Pfeift also der Teekessel oder beginnt das Wasser im Teekocher lautstark zu wallen, dann wissen wir, dass wir alsbald mit einer Tasse des edlen Heißgetränks entspannen können.